Muro Leccese: Kirchen, Menhir und Via Salentina

Ferienwohnung in Muro Leccese: Geschichte und Kirchenkunst

Muro Leccese vereint messapische Spuren, byzantinische Kunst, barocke Innenräume und die Geschichte der Via Salentina. Für die Reiseplanung ergibt sich daraus ein breites Spektrum aus archäologischen Schauplätzen, Kirchenräumen und einem Spaziergang durch das historische Zentrum.

Archäologische Spuren und zugängliche Kultur

Die Mura Messapiche sind ein archäologisches Freilichtareal, das für alle zugänglich ist. Der Menhir Trice ist 430 Zentimeter hoch und steht auf dem gleichnamigen Platz nahe der byzantinischen Kirche Santa Marina.

Das Museo Diffuso di Borgo Terra zeigt Gegenstände, Keramiken und Gebrauchsgegenstände aus der messapischen Epoche, dem Mittelalter und der Renaissance. Zum Angebot gehören Führungen in Brailleschrift, Audioguides für blinde und sehbehinderte Besucher sowie ein taktiles Erlebnis. Der Zugang erfolgt über die Piazza del Popolo; dort gibt es eine Zugangsrampe.

Unterirdische Geschichte im Palazzo del Principe

Die unterirdischen Räume des Palazzo del Principe enthalten große monolithische Behälter aus Lecceser Stein zur Aufbewahrung von Öl. Hinzu kommen Schießscharten zur Verteidigung der Burg aus dem 16. Jahrhundert sowie ein Gefängnisraum mit Graffiti und Ritzungen von Gefangenen. Das halb unterirdische Frantoio semi-ipogeo dei Protonobilissimo wurde spätestens 1602 errichtet.

Kirchenkunst durch viele Epochen

Die Chiesa dell’Annunziata wurde zwischen 1680 und 1693 über einem älteren, kleineren Sakralbau errichtet. Ihr Innenraum besitzt drei Schiffe und ein kurzes Querschiff, ein Sterngewölbe sowie einen Hauptaltar aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der aus der Kirche des Dominikanerklosters stammt. Die Chiesa di Santa Marina ist ein bedeutendes Beispiel byzantinischer Architektur und bewahrt einen vor 1087 entstandenen Freskenzyklus über das Leben und Wirken des heiligen Nikolaus.

Die Chiesa di Santa Maria di Miggiano ist ein byzantinischer Bau aus dem 14. bis 16. Jahrhundert und das einzige erhaltene Zeugnis des antiken Weilers Miggiano. Ihre Fresken entstanden in verschiedenen Epochen von 1300 bis 1700. Die Chiesa dell’Immacolata ist ein spätbarocker Bau des 18. Jahrhunderts, der zwischen 1778 und 1787 errichtet wurde. Ein mit Rokokostuck verkleidetes Tonnengewölbe mit Stichkappen und sechs Gemälde mit Szenen aus dem Leben der Madonna prägen den Innenraum.

Historische Wege und grüne Umgebung

Die Via Salentina ist eine historische Hauptverbindungsstraße von Muro Leccese nach Maglie und Poggiardo; ihre Ursprünge reichen in die messapische Zeit zurück. Heute wird sie als eine der wichtigsten Straßen im historischen Zentrum von Muro Leccese zu Fuß begangen. Damit lässt sich der Ort auch über seine Weggeschichte und den eigenen Rhythmus beim Erkunden wahrnehmen.

Muro Leccese liegt rund 33 Kilometer mit dem Auto von Lecce entfernt. Die Anfahrt führt über die SS16 Adriatica bis zur Ausfahrt nach Maglie und anschließend etwa fünf Kilometer ins Landesinnere. Im Gebiet des ehemaligen Weilers Brongo steht die Chiesa del Santissimo Crocifisso di Brongo, heute im grünen Parco del SS. Crocifisso.

Weitere Orte zur Reiseplanung: Guagnano, Tricase, Vernole, Galatone, Frigole, Marittima, Ortelle, Casarano

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lecce.

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