Ferienwohnung in Martano: Palazzi, Kirchen und salentinische Feste

File:Menhir del Teofilo, IX-VII sec. a.C. Martano, Lecce, Puglia -FG3.jpg File:Menhir del Teofilo, IX-VII sec. a.C. Martano, Lecce, Puglia -FG3.jpg Foto: Fabrizio Garrisi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Martano zwischen Stein, Geschichte und Festen

Wenn Sie eine Ferienwohnung in Martano als Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Urlaubstage wählen, begegnen Ihnen Geschichte, lokale Kultur und salentinische Tradition auf engem thematischem Raum. Bei Cortili Aperti werden jährlich Gassen, Plätze, Höfe und Innenhöfe mit Kirchen und Palästen durch Ausstellungen, Konzerte, künstlerische Darbietungen, kulinarische Wege und kulturelle Termine für Besucher geöffnet. Einen anderen Zugang bietet das Museo diffuso delle Sculture in pietra leccese, das die Straßen und Plätze von Martano in einen unter freiem Himmel verlaufenden Rundgang zur Kultur des lokalen Steins verwandelt. So können Sie je nach Interesse festliche Eindrücke, Architektur und Handwerk miteinander verbinden.

Palazzi im historischen Martano

Der älteste, als Terra bekannte Teil Martanos zeichnet sich durch seinen guten Erhaltungszustand und ein regelmäßig orthogonales Straßennetz aus. Im Zentrum folgt der Palazzo Baronale dem Verlauf der Via Guglielmo Marconi. Er bewahrt verzierte Fenster, ein Portal mit rustizierter Quaderung und den abgeschrägten Sockel seines erhaltenen zylindrischen Turms. Der Palazzo wurde von den Aragonesen nach der Rückeroberung Otrantos wiederaufgebaut; der Turm stammt aus der aragonesischen Zeit. Weitere markante Bauformen zeigen der zwischen 1710 und 1720 errichtete Palazzo Moschettini mit seinem prachtvollen Portal und dem langen, von sieben Kragsteinen getragenen Balkon, der Palazzo Grassi-Corina mit seinem Portal-Balkon-Wappenbogen-Ensemble und einem durch sechs aufwendig gestaltete Kragsteine getragenen durchbrochenen Balkon sowie der 1719 errichtete Palazzo Micali. Dessen langer Balkon ruht ebenfalls auf sechs Kragsteinen, während auf dem mittleren Kapitell der Bifora eine Statue des heiligen Michael steht.

Kirchen und klösterliche Kunst

Die Chiesa Matrice, der Mariä Himmelfahrt geweiht, wurde 1596 wiederaufgebaut und ersetzte eine frühere Kirche des griechischen Ritus. In der Chiesa Matrice dell’Assunta werden außerdem wertvolle Gemälde bewahrt, die Oronzo Tiso und Cesare Fracanzano zugeschrieben werden. Die Kirche Santa Maria della Consolazione bewahrt ihr ursprüngliches Erscheinungsbild. Zu ihren Besonderheiten gehören ein Hauptaltar von 1691 und ein Fresko der Jungfrau der Consolazione, das in einem ovalen Rahmen darüber erhalten ist. Die Kirche San Domenico wurde 1652 errichtet oder wiederaufgebaut und besitzt drei Schiffe mit Altären aus dem 18. Jahrhundert. Das Zisterzienserkloster Santa Maria della Consolazione umfasst eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert, eine Bibliothek und eine Pinakothek; um das Kloster liegen Olivenhaine.

Archäologische Spuren rund um Martano

Im Gebiet von Martano an der Grenze zum Umland von Zollino liegt Casale di Apigliano, eine archäologische Stätte mit Überresten aus mehreren Epochen und zahlreichen Funden. Dort bestand bereits im 8. Jahrhundert ein Dorf. Die Überreste ländlicher Wohnhäuser und verschiedene Alltagsgegenstände zeugen vom Leben in der byzantinischen Zeit. Vom antiken Casale di Apigliano ist auch die Kirche Santa Maria erhalten, die vielerorts als Kirche San Lorenzo bekannt ist. Eine noch ältere Zeitstellung repräsentiert der Menhir von Santu Totaru, der auch den Namen Teofilo-Menhir trägt. Das prähistorische Monument wird mit alten religiösen Ritualen der japygischen Völker zu Beginn der Eisenzeit im 9. bis 7. Jahrhundert v. Chr. in Verbindung gebracht.

Olivenkultur und lokale Traditionen

Die Specchia dei Mori liegt an der Straße von Martano nach Martignano, etwa 1 km außerhalb des Ortes. Die unterirdische Ölmühle von Martano veranschaulicht die historische Bedeutung der Olivenverarbeitung: Sie nutzte ein Mahlbecken mit Mahlstein, Pressen und Absetzgruben zur Herstellung von Olivenöl. Auch die Sagra de la volìa cazzata greift eine örtliche Spezialität auf und ist der zerdrückten Olive gewidmet. Zusammen mit den Olivenhainen am Kloster entsteht ein konkretes Bild der Landschaft und ihrer kulinarischen Prägung.

Musik, Plätze und Verbindungen im Salento

Während La Notte della Taranta finden in den Straßen und auf den Plätzen von Martano Auftritte von Gruppen mit Volksgesang und salentinischer Musik statt. Der Hauptbahnhof von Martano bietet vor allem Verbindungen zu nahe gelegenen Städten, darunter zu wichtigen touristischen Zielen des Salento wie Lecce, Gallipoli und Galatina. Das ist ein relevanter Gesichtspunkt, wenn Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft zwischen kulturellen Tagen in Martano und Unternehmungen in weiteren Städten des Salento abwägen möchten.

Für den Vergleich mit weiteren Orten können Sie auch Nardò, Veglie, Arnesano, Depressa, Aradeo, Frigole, Torre San Giovanni und Sannicola einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lecce.

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