Kerkhove entdecken: Schelde, Dorfgeschichte und Archäologie
Kerkhove verbindet den Charakter eines Dorfes an der Schelde mit einer reichen Geschichte. Der Dorfkern liegt am linken Ufer des Flusses, am Rand des eigentlichen Flusstals. Zugleich besitzt Kerkhove einen Jachthafen, der in einem ehemaligen Schelde-Arm eingerichtet wurde. Wer eine Reise mit Kultur, Landschaft und historischen Entdeckungen plant, findet hier einen Ort, dessen Besonderheiten sich Schritt für Schritt erschließen lassen.
Zwischen Scheldeufer und früher Siedlungsgeschichte
Die Geschichte von Kerkhove reicht weit zurück. Hier wurden Spuren einer kleinen merowingischen Siedlung und eines Gräberfelds entdeckt. Sie gelten als die ersten in Belgien entdeckten Siedlungsspuren aus dieser Zeit. Für Familien und andere Reisende, die historische Themen nicht nur in großen Städten suchen, eröffnet dieser Fund einen konkreten Zugang zur frühen Besiedlung der Region.
Auch Kerkhove Stuw gehört zu den archäologisch interessanten Orten. Bei Untersuchungen wurden dort mehrere Gräben entdeckt. Aufgrund einiger Kohlenstoffdatierungen können sie der Zeit eines nahegelegenen Mansio zugeordnet werden. Ein Mansio war ein großer Straßenposten sowie ein regionales administratives und logistisches Zentrum, das meist an der Kreuzung von Land- und Wasserwegen errichtet wurde. Das Regionaal Archeologisch Museum A/D Schelde vermittelt die Siedlungsgeschichte des Scheldetals von der Vorgeschichte bis zum frühen Mittelalter. Es befindet sich auf der prähistorischen, römischen und merowingischen archäologischen Stätte von Kerkhove.
Dorfkirche, Friedhof und historische Höfe
Ein eigener Rundgang durch die Ortsgeschichte führt zum Friedhof von Kerkhove. Er lag ursprünglich bei der 1867 abgebrochenen Pfarrkirche, nahe einem abgetrennten Schelde-Mäander. In der Mitte des Friedhofs steht eine Kapelle im Schatten zweier Buchen; sie enthält Grabsteine der Pfarrer von Kerkhove. Außerdem erinnert ein imposantes Grabmonument an die Familie Plateau-Wassenhove, aus der zwei Bürgermeister hervorgingen.
Die historische Dorfstraße Oude Plaats verläuft leicht gebogen von der Oudenaardsesteenweg bis zur Schelde. An ihrem Schelde-Ende stand die Sint-Amanduskerk bis 1867. Die heutige Sint-Amanduskerk wurde zwischen 1865 und 1867 nach einem Entwurf des aus Brügge stammenden Architekten Verbeke errichtet. Als neogotische Kirche besitzt sie den Grundriss einer Kreuzbasilika mit asymmetrisch angeordnetem Westturm.
Zur ländlichen Ortsgeschichte gehört außerdem die Voldersveldhoeve. Ihr Torhaus und ihr Bauernhaus sind als Denkmal geschützt. Das Bauernhaus stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Besonders markant ist das monumentale Eingangstor aus Backstein unter einem mit Ziegeln gedeckten Satteldach, das von jeweils zwei Pilastern mit Natursteinkapitellen getragen wird.
Eine Unterkunft passend zur Reiseidee wählen
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Kerkhove lässt sich die eigene Reiseidee zum Ausgangspunkt machen. Wenn Sie sich für Archäologie und Kirchengeschichte interessieren, können Museum, Friedhof, Oude Plaats und Sint-Amanduskerk den kulturellen Schwerpunkt bilden. Wer den Flussraum stärker wahrnehmen möchte, nimmt den Dorfkern an der Schelde und den ehemaligen Schelde-Arm mit Jachthafen in den Blick. Für eine Reise mit Kindern bieten die merowingischen Spuren, das Museum und die markanten Bauwerke anschauliche Themen, die sich gemeinsam entdecken und besprechen lassen.
Bei Heye rahmen zwei aufrecht wachsende Buchen symmetrisch eine Kapelle. Sie erinnert an die frühere Kirche an diesem Ort und setzt einen weiteren stillen Akzent in der Landschaft. Eine Ferienwohnung in Kerkhove passt besonders zu Reisenden, die ihren Aufenthalt nach diesen konkreten Entdeckungen ausrichten möchten.
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