Wetteren zwischen Kulturerbe und Natur
Wetteren verbindet bemerkenswertes Kulturerbe mit abwechslungsreichen Landschaften und vielen Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erleben. Zwischen geschützten Bauwerken, Flussdünen, Feuchtwiesen und Museen entsteht ein Reiseziel, in dem Sie Ihre Tage sehr unterschiedlich gestalten können. Das macht Wetteren zu einer interessanten Grundlage für die Suche nach einer Ferienwohnung: Sie entscheiden, ob bei Ihrer Reise eher Architektur, Natur, Bewegung, lokale Geschichte oder Genuss im Mittelpunkt stehen soll.
Kultur und Geschichte in Wetteren
Ein markanter Ausgangspunkt für kulturelle Entdeckungen ist die Pfarrkirche Sint-Gertrudis. Sie ist seit dem 3. November 2003 durch einen Ministerialbeschluss als Denkmal geschützt. Auch Villa Julia erzählt von der Baugeschichte des Ortes. Sie wurde vom Genter Architekten Modeste De Noyette im neo-flämischen Renaissance-Stil entworfen. Seit dem 15. Oktober 2002 steht die Villa unter Schutz und weist trotz Umbauten und Anpassungen weiterhin eine authentische und gut erhaltene Gestaltung auf.
Die Wetterse reuzen gehören ebenfalls zum kulturellen Charakter von Wetteren. Sie haben einen hohen Erbewert, werden in einer Pfarrrechnung aus dem Jahr 1622 erwähnt und gehören zu den ältesten Riesen des Landes. Während der Kirmes von Wetteren verlassen sie einmal jährlich ihren Aufenthaltsort. Eine weitere Tradition zeigt die Folkloreprozession in Kortenbos: Mit mehr als fünfzig Wagen stellt sie das ländliche Leben vergangener Zeiten dar.
Für eine vertiefte Beschäftigung mit der regionalen Vergangenheit bietet das Heemkundig museum Wetteren Sammlungen mit handwerklichen Geräten, alter Kleidung und religiösen Gegenständen. Der Besuch lässt sich nach der saisonalen Zugangsregelung planen: Das Museum ist von März bis einschließlich November am ersten Samstag jedes Monats von 15.00 bis 17.30 Uhr zugänglich. Das Kloosterordemuseum setzt einen ungewöhnlichen Schwerpunkt. Das kleine Puppenmuseum zeigt 200 offizielle Ordenstrachten aus 149 verschiedenen Klosterorden.
Spaziergänge, Radwege und Naturerlebnisse
Die Art-decowandeling führt als 3,5 Kilometer langer Rundgang durch die Straßen des Zentrums von Wetteren. Eine Broschüre bietet Informationen zu jeder Station und einen schrittweisen Wegweiser durch die Straßen. So können Sie Architektur und Bewegung miteinander verbinden, ohne den Tag ausschließlich einem Museumsbesuch zu widmen. Wer längere Wege einplanen möchte, findet im Wanderwegenetz der Kalkense Meersen in der Umgebung der Schelde zwischen Wetteren und Dendermonde sowie durch die Kalkense Meersen insgesamt 165 Kilometer an Wandermöglichkeiten.
Mehrere Rundgänge bieten unterschiedliche Streckenlängen. Die 4 bossenwandeling ist 11 Kilometer lang und beginnt im Paelepelbos. Das Kamsalamanderpad führt über 7,5 Kilometer und startet ebenfalls dort. Die Looproute De Warande beginnt an der Sporthalle von Wetteren in der Warandelaan 14, 9230 Wetteren; unterwegs lässt sich das Naturgebiet Den Blakken entdecken. Im Tal der Serskampse Beek führt außerdem ein hölzerner Pfad durch ein Sumpfgebiet.
Auch für Radfahrer gibt es konkrete Ziele. Die blaue Schleife der Mountainbikeroute Wetteren ist 37 Kilometer lang. Die Fahrradroute entlang der Schelde verläuft zwischen Wetteren und Schellebelle an der Nordseite der Schelde am Rand des Naturschutzgebiets Kalkense Meersen. Die Floraliëntocht stellt den Blumen- und Zierpflanzenbau in Ostflandern als rotes beziehungsweise verbindendes Thema in den Mittelpunkt.
Landschaften mit eigenem Charakter
Die Kalkense Meersen sind ein 800 Hektar großes zusammenhängendes Gebiet feuchten Graslands zwischen den Dorfkernen von Kalken, Overmere, Uitbergen, Schellebelle und Wetteren. Etwa 30 Paare des Uferschnepfenvogels ziehen dort jedes Jahr ihre Jungen auf. Im Molenbeektal windet sich der Bach zwischen feuchten Wiesen und Bruchwäldern. Im Hospiesbos finden Sie saisonale Waldblumen wie Anemonen und Hyazinthen sowie Pilze.
Das Paelepelbos ist durch viele Tümpel geprägt, in denen der Kammmolch lebt. Das Duingebied De Blakken - Speelbos umfasst einige der am besten erhaltenen Reste von Flugsanddünenmassiven entlang der Schelde in Ostflandern und ist als Landschaft geschützt. Zum Provinzialdomän Den Blakken und zum Naturschutzgebiet De Warandeduinen gehört ein Landschaftserlebnis, bei dem Sie barfuß durch den Sand der Flussdünen gehen können.
Besondere Ausflüge und lokale Genüsse
Die Wetterse Watertuin in der Jabekestraat in Wetteren ist jeden Samstag von Ende April bis Mitte August von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr frei zugänglich. Gruppenbesuche sind zu anderen Zeiten möglich. Für einen kulinarischen Akzent wurde die Heilig Hartkerk in Kwatrecht in Wetteren zu einer Mikrobrauerei umgenutzt. In der Heilig Hart Bar können Besucher samstags und sonntags Bier, Wein und Sake verkosten.
Bei der Wahl Ihrer Ferienwohnung in Wetteren können Sie diese Vielfalt zum Ausgangspunkt nehmen. Für einen architektur- und kulturbezogenen Aufenthalt stehen die Art-decowandeling, Villa Julia, die Sint-Gertrudis-Kirche und die Museen im Vordergrund. Wer seine Tage stärker an Landschaften und Wegen ausrichten möchte, kann die unterschiedlichen Streckenlängen, die Kalkense Meersen, das Paelepelbos oder die Dünengebiete in die Planung einbeziehen. Familien mit verschiedenen Interessen können so kulturelle Besichtigungen, Naturbeobachtungen und aktive Abschnitte miteinander abwechseln, ohne den Charakter der einzelnen Erlebnisse zu vermischen.
Auch über Wetteren hinaus können Sie Ihre Reiseplanung erweitern: De Pinte, Kruibeke, Nevele, Haaltert, Gerhardsbergen, Maarkedal, Sint-Laureins und Evergem bieten weitere Anlaufpunkte für Ihre Suche nach einem passenden Reiseziel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostflandern.
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