Sint-Martens-Latem: Kunst, Auen und Wassererlebnisse

Sint-Martens-Latem verbindet Kunstgeschichte mit einer abwechslungsreichen Flussauenlandschaft und besonderen Möglichkeiten auf der Leie. Wer eine Ferienwohnung für einen kultur- und naturorientierten Aufenthalt sucht, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Tagesplanung: historische Orte, Museen, Feuchtgebiete, eine markante Allee und ein Wassererlebnis am Rathaus.

Kunst und Geschichte im Ortsbild

Ein prägnantes Wahrzeichen ist die Koutermolen auf dem Mühlenkouter östlich der Kirche. Die hölzerne Getreidewindmühle stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und gehört zum Typ der Bock- oder Ständermühle mit geschlossenem Fuß. Sie gilt als einzige erhaltene Mühle dieser Art in der Oost-Vlaamse Leiestreek. Damit ist sie ein lohnender Bezugspunkt für alle, die bei ihrer Reise nicht nur Landschaft, sondern auch regionale Bau- und Technikgeschichte kennenlernen möchten.

Die Sint-Martinuskerk wurde erstmals 1121 als Besitz der Gentse Sint-Baafsabdij erwähnt. Einen weiteren Zugang zur lokalen Kunstgeschichte bietet das Gemeentelijk Museum Gust De Smet. Es befindet sich im letzten Wohnhaus und Atelier des flämischen Expressionisten Gust De Smet (1877–1943). Im Gemeentelijk Museum Gevaert-Minne sehen Sie Kunstwerke aus der großen klassischen Periode des Leiedorfs Sint-Martens-Latem. Das Museum liegt im ehemaligen Wohnhaus von Edgar Gevaert (1891–1965); an den großen Fenstern ist sein früheres Malatelier noch erkennbar.

Das Museum Dhondt-Dhaenens ergänzt diese kulturelle Seite mit einer Kunstsammlung, deren Werke zeitlich zwischen 1880 und 1950 einzuordnen sind. So können Sie den Aufenthalt je nach Interesse stärker auf einzelne Künstler, historische Wohnhäuser oder die Kunstentwicklung der Region ausrichten.

Flussauen, Wasser und Naturbeobachtung

Die Leiemeersen bewahren charakteristische Elemente einer Flussaue: einen Uferwall, Beckenflächen, eine pleistozäne Sandinsel sowie Dünenfuß und Düne. Die Westerplas setzt dazu einen eigenen landschaftlichen Akzent. Das 6,5 Hektar große Naturgebiet umfasst dauerhaftes Wasser, feuchte Wiesen und Schlickflächen. Bei Hochwasser werden diese Flächen überflutet, bei Niedrigwasser fallen sie trocken. Seit ihrer Entstehung wurden dort etwa 214 verschiedene Vogelarten beobachtet.

Diese Unterschiede machen Sint-Martens-Latem interessant für Reisepläne mit wechselndem Rhythmus. Ein Tag kann der Kunst gelten, ein anderer der Landschaft und den Wasserflächen. Wer die Leie aktiv erleben möchte, kann am Tempelhof neben dem Rathaus, auf Höhe von Dorp 5 in Sint-Martens-Latem, SUP-Boards für eine Tour auf der Leie mieten. Für die Wahl einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses ist daher vor allem entscheidend, ob Sie den Schwerpunkt auf Museen, Naturbeobachtung oder ein Wassererlebnis legen möchten.

Historische Wege und praktische Orientierung

Die Rode Beukendreef ist eine 1.000 Meter lange Allee, die einst zu einem Schlossgut führte. Nachdem dieses 1954 einer Parzellierung wich, blieb eine doppelte Baumreihe als Relikt erhalten. Der Ort erzählt damit nicht nur von Landschaft, sondern auch vom Wandel der früheren Nutzung.

Für die BLOB-Familien-Schnitzeljagd ist eine Wanderkarte am Schalter des Rathauses und im Museum Gevaert-Minne erhältlich. Eine lokale Broschüre bekommen Sie im Rathaus oder in den Museen während der Öffnungszeiten. Damit lässt sich der Aufenthalt thematisch vorbereiten, ohne die Reise auf ein einziges Erlebnis festzulegen. Für weitere Ortsideen können Sie auch Deurle ansehen.

Weitere Reiseziele zur Recherche: Ninove, Kruibeke, Zwalm, Eeklo, Nevele, Beveren und Kruishoutem.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostflandern.

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