Philippeville
Philippeville verbindet eine noch heute erkennbare Festungsstruktur mit eindrucksvollen Erinnerungen an die Stadtgeschichte. Besonders anschaulich zeigt sich das am radiokonzentrischen Grundriss: Im Straßenverlauf, ausgehend von der Place d'Armes, ist die Anlage der Festung weiterhin deutlich erkennbar. Wer eine Reise mit kulturellen Entdeckungen, historischen Bauwerken und einer aktiven Unternehmung verbinden möchte, findet hier unterschiedliche Ansatzpunkte für die Tagesplanung.
Festungsgeschichte an markanten Bauwerken
Die Kirche Saint-Philippe nimmt in der Geschichte des Ortes eine besondere Stellung ein. Sie ist heute das einzige Baudenkmal, das zeitgleich mit der von den Spaniern begründeten Stadt Philippeville entstand. Im Heiligtum befinden sich außerdem etwa 30 Grabdenkmäler von Personen, die mit der militärischen Vergangenheit Philippevilles während der französischen Herrschaft von 1659 bis 1815 verbunden sind.
Ein weiteres eindrucksvolles Zeugnis der Festungsanlage ist die Chapelle Notre-Dame des Remparts. Sie befindet sich in einem ehemaligen Pulvermagazin, das im 17. Jahrhundert im östlichen Bastionsteil der Festungsmauern errichtet wurde. Die Mauern sind 2,70 m dick. Nach den Plänen des Architekten Lohest wurde das ehemalige Pulvermagazin im Jahr 1922 in einen Ort des Gottesdienstes umgewandelt. Am 13. Januar 1989 wurde die Chapelle sowohl als Denkmal als auch als Anlage unter Schutz gestellt. Für Besucher, die sich für Militärgeschichte, Sakralbauten und ungewöhnliche Bauformen interessieren, lässt sich hier die Entwicklung der Festung besonders konzentriert nachvollziehen.
Halles, Uhr und unterirdische Räume
Auch die Halles gehören zur historischen Orientierung in Philippeville. Der erste Bau wird ins 16. Jahrhundert datiert; als erstes Auftreten wird genauer das Jahr 1588 genannt. Das Gebäude steht seit 1972 unter Denkmalschutz. Nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2014 beherbergen die Halles heute das Foyer Socio-Culturel de Philippeville sowie das Fremdenverkehrsamt der Stadt.
Im Büro des Fremdenverkehrsamts unter den Halles ist täglich die restaurierte Horloge de l'ancien Puits de la Place d'Armes zu sehen. Sie schlägt die vollen Stunden, halben Stunden und Viertelstunden. Dort wird außerdem die Drapeau d'honneur 1830 aufbewahrt. Wer sich für die unterirdische Seite der Festungsstadt interessiert, kann die Souterrains de Philippeville einplanen: Das gesamte unterirdische Netz war etwa 10 km lang, heute werden davon ungefähr 600 m besichtigt.
Rad, Tauchen und besondere Reiseideen
Für eine aktive Ergänzung bietet sich die Radrundfahrt „Cocktail des sens de la Cité de Notre-Dame à la Cité Vauban“ an. Sie beginnt an der Place d'Armes 18 in Philippeville und ist 37,29 km lang. Die Strecke ist damit eine klar umrissene Möglichkeit, einen Aufenthalt mit einer längeren Radtour zu verbinden, ohne die kulturellen Schwerpunkte der Stadt aus dem Blick zu verlieren.
In der Nähe von Philippeville liegt außerdem die Carrière de Rochefontaine, ein ehemaliger, überfluteter Steinbruch und heute ein außergewöhnlicher Ort zum Süßwassertauchen. Eine Joëlette kann im Fremdenverkehrsamt von Philippeville gemietet werden; dieses Hilfsmittel macht Spaziergänge für alle Nutzer zugänglich. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen historischen Entdeckungen, einer Radtour, einem Besuch der unterirdischen Räume und einem Aufenthalt am Wasser unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Die passende Unterkunft für Ihre Planung
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Philippeville lohnt es sich, zuerst den gewünschten Rhythmus festzulegen. Soll die Reise vor allem von Festungsgeschichte, Kirchen und geschützten Bauwerken geprägt sein, stehen die historischen Zeugnisse im Mittelpunkt. Für Familien und andere Reisegruppen ist diese klare Auswahl hilfreich, weil nicht jeder Urlaubstag denselben Charakter haben muss: Auf kulturelle Entdeckungen kann eine aktive Unternehmung folgen, während die Souterrains oder die Uhr unter den Halles einen eigenen Programmpunkt bilden.
Für die weitere Orientierung stehen außerdem folgende Ziele zur Auswahl: Lessive, Hastière-Par-Delà, Dinant, Annevoie, Viroinval, Noville-Sur-Méhaigne, Ciney und Furnaux.
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