Éghezée: Wandern, Obstgärten und gallorömische Spuren

Éghezée zeigt sich besonders dort von seiner interessanten Seite, wo Wege durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, Obstgärten und historische Landschaftsspuren führen. Wer für den Urlaub eine Mischung aus Bewegung, Naturbeobachtung und Kultur sucht, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Tagesplanung. Die beschriebenen Routen liegen nicht alle an einem Ausgangspunkt: Saint-Germain, Upigny, Taviers, Longchamps und weitere Orte geben den Ausflügen jeweils ihren eigenen Charakter.

Wandern zwischen Kirche, Feldern und Obstgärten

Ein markantes Erlebnis ist die 15,5 Kilometer lange Wanderung Saint Germain – la balade des clochers. Sie beginnt an der denkmalgeschützten Kirche von Saint-Germain und führt durch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die Länge sollte bei der persönlichen Planung berücksichtigt werden. So lässt sich besser entscheiden, ob dieser Weg den Schwerpunkt eines aktiven Tages bilden oder mit weiteren Eindrücken aus Éghezée verbunden werden soll.

Eine andere Landschaftsperspektive bietet die Obstgartenwanderung in Upigny. Die Route führt nach Mehaigne und verläuft auf dem Rückweg an den Obstgärten von Upigny entlang. Damit steht nicht nur das Unterwegssein im Mittelpunkt, sondern auch der Wechsel zwischen den genannten Orten und den Obstgärten. Für eine Reisegruppe mit unterschiedlichen Interessen kann dieser Weg eine ruhigere Alternative zu einer längeren Wanderung sein, ohne dass daraus eine bestimmte Gehzeit oder Schwierigkeit abgeleitet werden muss.

Gallorömische Geschichte am Weg

In Taviers verbindet die gallorömische Wanderung Bewegung mit historischen Spuren. Bis nach Noville-sur-Mehaigne nutzt sie einen Abschnitt der antiken Straße. Außerdem führt die Wanderung an einer gallorömischen Stätte vorbei, deren Fläche auf etwa 10 ha geschätzt wird. Die ungefähre Flächenangabe bleibt dabei Teil der Einordnung. Wer sich für ältere Siedlungsspuren und die Geschichte von Wegen interessiert, erhält so einen konkreten Anlass, die Umgebung nicht nur als Landschaft, sondern auch als Kulturraum wahrzunehmen.

Ein weiteres historisches Detail befindet sich neben der Ferme du Roissia an der Rue de Labie: Der dortige Tumulus könnte aus der Römerzeit stammen. Gerade die vorsichtige Einordnung macht den Ort zu einem spannenden Beobachtungspunkt für alle, die unterwegs auf weniger offensichtliche Spuren achten möchten.

RAVeL und Zugvögel

Die Wanderung Éghezée–Longchamps–Leuze nutzt den RAVeL auf der ehemaligen Eisenbahnlinie 142 zwischen Namur und Tirlemont. Der ehemalige Bahnverlauf gibt diesem Ausflug einen eigenen historischen Rahmen und eröffnet zugleich eine weitere Möglichkeit, Éghezée aktiv zu erkunden. In Longchamps gelten die Absetzbecken der Rübenfabrik als Rastplatz für viele Zugvögel. Wer Naturbeobachtung und Landschaftserkundung verbinden möchte, kann diesen Aspekt bei der Ausflugsplanung berücksichtigen.

Die passende Unterkunft für Ihre Reiseplanung

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus in Éghezée empfiehlt es sich, zuerst die gewünschten Erlebnisse festzulegen. Soll die Wanderung bei Saint-Germain im Mittelpunkt stehen, interessieren Sie sich eher für die Obstgärten von Upigny oder möchten Sie gallorömische Spuren in Taviers und den RAVeL einbeziehen? Die kostenlos verteilten Wanderblätter der Commission Nature & Loisirs d'Ecrin können dabei als zusätzliche Orientierung für die Wege dienen.

Für die weitere Reiseplanung können Sie auch Hamois, Temploux, Haltinne, Sosoye, Mettet, Surice, Houdremont und Assesse ansehen.

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