Lushnjë: Geschichte, Museen und Seen in Albanien
Lushnjë verbindet die Geschichte des modernen Albanien mit der weiten Landschaft der Westlichen Tiefebene. Das Kongressmuseum befindet sich in dem Haus, in dem vom 21. bis 31. Januar 1920 der Kongress von Lushnjë tagte. Der Kongress fand 1920 in der Stadt statt und wird mit der Konsolidierung des albanischen Staates und der nationalen Institutionen verbunden.
Geschichte
Das Kongressmuseum liegt im Herzen der Stadt und bewahrt die alte städtische Architektur des Hauses. Zu seinen Beständen gehören Originaldokumente, historische Fotografien sowie Objekte mit Bezug zu den Delegierten und den Entwicklungen jener Zeit. Das Kongresshaus wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut und weist einen zweigeschossigen Baustil nach Art der Beraterhäuser auf. Am 21. Januar 1960 wurde es als Hausmuseum eröffnet. Heute bietet das Kongressmuseum ein lehrreiches historisches Besuchserlebnis.
Eine weitere Adresse ist das Historische Museum von Lushnjë. Es dokumentiert die lokale Geschichte von der Antike bis in die 1980er-Jahre und bewahrt rund 2.000 Objekte. Dazu gehören archäologische Überreste, Objekte aus der Jungsteinzeit und ethnografische Artefakte. Die Sammlung umfasst außerdem Material zu lokalen Traditionen, zum Landleben, zur Agrarreform, zum Bildungswesen und zum Gesundheitswesen. Offiziell eingeweiht wurde das Museum am 21. November 1990.
Auch die archäologischen Spuren im Stadtgebiet reichen weit zurück. Das früheste dort entdeckte Objekt stammt aus der eneolithischen Zeit. Im Viertel Kadri Qystri wurden 1989 Spuren einer Siedlung aus der illyrischen Stadtperiode entdeckt. Außerdem fanden sich in Lushnjë Spuren einer frühen Basilika und zahlreiche Keramikfragmente; Fachleute datieren ihre Errichtung ungefähr in das 4. bis 6. Jahrhundert n. Chr.
Zum Gedenken an die Opfer und an die während der kommunistischen Diktatur politisch Verfolgten wurden am Memorial der politischen Verfolgung in Lushnjë Blumen niedergelegt. Dort trafen sich Teilnehmer aus Tirana sowie weitere Teilnehmer, die sich der Tour direkt in Lushnjë anschlossen.
Landschaft
Lushnjë liegt im westlichen Zentralalbanien, im Herzen der Westlichen Tiefebene, auf einer ausgedehnten Ebene, die mit den Adriaküstengebieten und den wichtigsten Städten Zentralalbaniens verbunden ist. Aufgrund seiner geografischen Lage und seines gut ausgebauten Verkehrsnetzes gilt Lushnjë als leicht erreichbar und als wichtiger Verbindungspunkt in der Region.
Das fruchtbare Tiefland und die enge Verbindung mit der Landwirtschaft schaffen in Lushnjë günstige Voraussetzungen für Agrotourismus und ländlichen Tourismus. Besucher können lokale Produkte, traditionelle Küche und mit dem landwirtschaftlichen Leben verbundene Erfahrungen kennenlernen. Dadurch stehen neben den historischen Museen auch die ländlichen Seiten der Stadt und ihrer Umgebung im Mittelpunkt.
Der Kasharaj-See liegt 2 km von Lushnjë entfernt und in der Verwaltungseinheit Karbunarë. In seiner Nähe befindet sich eine Brücke aus dem 12. bis 13. Jahrhundert, die bis heute passierbar ist. Der Gjyshaj-See liegt 15 km von Lushnjë entfernt, in der Verwaltungseinheit Ballagat und in einer malerischen Landschaft bei den Hügeln von Darsia. Ebenfalls 15 km entfernt liegt der Kupas-See. Er gehört zur Verwaltungseinheit Hysgjokaj und wird zum Angeln und für Picknicks genutzt.
Die Kirche von Krutje liegt in der Nähe der Straße Lushnje–Fier. Sie ist mit Kleinwagen und Bussen erreichbar.
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